Mehr als du erwartest
Mehr als du   erwartest

Worte nach Sonntag

1 + 1 + 1 = 1

 

"Du bist das Licht der Welt"     Unsere Welt verstehen,                Gott begreifen.... geht das?       Kann eine Biene kapieren, was unsere Umweltpolitik ist?              Wir können Bilder benutzen:       Der dreifaltige Gott ist wie die Sonne. Ihre Masse ist über 95 % unseres Sonnensystems gewaltig, gefährlich und Leben spendend.                           Sie sendet die Strahlen (Jesus) zu uns auf Erden.                                            Der Strahl ist da, auch wenn wir ihn nicht sehen (Wolken).                               Und in der Nacht ist die Wärme, das Wirken des Strahls (Hl. Geist) noch lange da. Die Wirkung des Strahls hält lange an....

Heute Hui,

morgen...?

 

"...begann die Schar der Jünger freudig und mit lauter Stimme ... zu loben, wegen all der ...taten, die sie gesehen haben.." (Lk 19, 35)

Doch wir wissen, wie es dann geendet hat.

Nach dem triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem, fand er nicht mal eine Woche später den schmachvollsten Tod am Kreuz.

Selbst ein Fußballtrainer wird nicht so schnell vom Thron des Triumps gestossen; obwohl ich schon froh bin Judotrainer zu sein; denn dessen Halbzeitwert ist deutlich länger.

Mit dem Wissen, dass solch ein "Hochjubeln" nie von langer Dauer ist; kann ich es dann eigentlich noch richtig genießen?

Ehrlich gesagt, fällt es mir schwer diesen Augenblick voller Freude anzunehmen, ohne im Hinterkopf schon an das "Kreuz" zu denken, welches schon aufgestellt ist, sobald ich nicht mehr den Erwartungen der Schüler*innen, der Eltern, des Vorstandes oder gar meine eigene erfülle. Aber wie ich heute einem Kindergartenkind seine Frage beantwortete: "Wieso soll ich denn den Weg zum Kreuz fröhlich gestalten? Das war doch traurig."

"Traurig? Ohne Kreuz, kein Ostern!"

Das WIR gewinnt

"Dass...alle unter der Wolke waren, alle durch das Meer zogen..." (1 Kor,10)

Paulus ermahnt seine Gemeinde, dass A L L E ....getauft wurden

und K E I N E R schlechter oder besser ist oder besser oder schlechter dran ist. Zusammen erst ist man eine Gemeinde, eine Gemeinschaft, eine Mannschaft, ein Team!

Natürlich gewinnt ein Judoka allein auf der Matte; aber das Gefühl Teil einer Mannschaft zu sein und gemeinsam zu gewinnen oder zu verlieren....... Probier es mal aus !

Furcht ist kein Ratgeber

"Sie aber fürchteten sich, als sie in die Wolke hineingerieten..."

Nicht immer läuft alles so wie ich es mir wünsche. Dunkle Wolken beschatten mein Leben. Soll ich jetzt umkehren? Einen anderen Weg beschreiten? Den leichteren, den sonnigen Weg gehen? Nein, denn die Wolken birgen Gutes in sich. "Da erscholl eine Stimme aus den Wolken. Dies ist mein geliebter Sohn.." Und der, der bist du!

Wer ist der Größte

 

" Wer der Erste sein will, soll der ...Diener aller sein."

Darf ich jetzt meinen Kampf nicht mehr gewinnen? Soll ich mich nun immer den Wünschen anderer beugen und nur gehorchen? Sieht doch ganz so aus, wenn ich diese Worte ernst nehme, oder?

Doch, wenn man dieses Zitat, wie so viele andere (egal von wem) aus dem Gesamtkontext heraus nimmt und alleine betrachtet. Aber dies funktioniert nur selten. Hier sollte man sich auch der Worte erinnern: "...Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst!" Und wo bleibt die Selbstachtung, wenn man nur blind gehorcht und eigene Ziele immer hinten anstellt. Nimm doch die oberen Worte ganz im Sinne von Jigoro Kano: SIEGEN DURCH NACHGEBEN!

ANGESCHNITTEN
"..Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit..."
Der Clou ist: Jetzt schon!
Erinnere dich an letzte Woche. Wieviele Stunden hast du wirklich gelebt?

                                              Gelebt, was das Leben lebenswert macht?
Ich bin tatsächlich überzeugt, dass der, dem es gelingt Jesus in sich aufzunehmen, Christus in sich heineinzulassen, seine lebenswerte Stunden schon jetzt um ein vielfaches vermehrt.....

PARADEIS
"..Die Frau aber floh in die Wüste, wo Gott ihr einen Zufluchtsort geschaffen hatte..."
Diesen "Zufluchtsort", das so genannte Paradies hat Gott schon längst auch für uns geschaffen und nicht erst nach unserem Tod. Dein Lächeln hat dich und dein Gegenüber dem schon näher gebracht. ;-)

(R)einfall

Auszug aus dem Tagesevangelium:
"Wie kann er jetzt sagen: Ich bin vom Himmel herabgekommen?"
So wie der Prophet ELIAS sich in der Wüste "fallen" ließ und durch das Brot vom Himmel (=Manna) aufgefangen wurde; so wissen wir uns alle von ihm gehalten!

Angehaucht

 

Alex war nun schon drei Monate tot. Papa hat es bis heute nicht überwunden. Er hat Urlaub, macht mir das Frühstück und wenn ich von der Schule nach Hause komme sitzt er im Wohnzimmer und liest. Nun, ich weiss ich nicht ob er wirklich liest, denn das Buch ist noch das selbe und ich glaube weit gekommen ist er nicht.

Klar fehlt mir Alex auch. Schliesslich haben wir fast 10 Jahre miteinander gelebt, gelacht, geweint und einige Dummheiten angestellt.

Schon bei der Beerdigung hat mich der Pfarrer gebeten ihn zu helfen und den Weihwasserkessel zu tragen. Ich durfte dann dieses Gewand anziehen, mit am Altar stehen und ganz nahe am Grab.

Ich empfand dies als tröstend, ich war Teil der Zeremonie, ich war beschäftigt, ich war abgelenkt und fühlte, dass auch ohne Alex mein Leben weitergehen darf und Alex das gut findet.

Von da an war ich oft in diesem Gewand und da unsere Dorfkirche nahe an der Schule steht, ministrierte ich fast jeden Tag vor Schulbeginn und bei den Hochfesten war auch Papa mit in der Kirche.

So auch Pfingsten. Der Tag an dem vor fast 2000 Jahren der Heilige Geist zu den Aposteln fand und diese mit neuem Mut großartige Aufgaben meisterten. Die Bitte um den Heiligen Geist berührte mich und ich wiederholte sie noch oft an diesem Tag.

Vielleicht stand deshalb Knuti am nächsten Tag vor unserer Tür.

Knuti war ein kleiner Hund, ein Welpe und wie uns später der Tierarzt erzählte ein gut 4 Monate alter Malteser-Mischling.

Da, trotz Nachfrage im Tierheim und Zeitungsanzeige, sich keiner zu ihm bekannte, erlaubt mir Papa ihn zu behalten. Warum Knuti? Vielleicht kennt ihr ja noch den kleinen Eisbär aus Berlin, Knut. Sieht er nicht genaus so aus, nur etwas kleiner, also Knuti?

So ein Welpe braucht noch viel Zuwendung und da ich ja viel zu viele stunden in der Schule war, musste wohl auch Papa sich um ihn kümmern. Und was soll ich sagenß Nachdem Papa „Gassi“ gehen musste, kam er wieder unter die Leute und das Buch wurde kaum noch geöffnet. Abends waren wir oft zusammen unterwegs und als Knuti auch mal ein paar Stunden alleine sein konnte, war Paoas Urlaub vorbei und Leben war wieder in unserem Haus. Klar vermissen wir Alex auch heute noch; doch ein Hauch des Heiligen Geistes hat uns mit der Gabe des Loslassens beglückt.

entschieden

 

1:0... Wie kann ein 1:0 so spannend sein? Doch bei einem Turnier kann ein Unentschieden schon das Aus bedeuten und so war es gut, dass für unsere Jungs in der 92. Minute noch das ersehnte Siegtor fiel.

Auch wenn das bedeutete bis nach Mitternacht wach bleiben zu müssen.

Und jetzt klingelt der Wecker. Oh , nein Frühmesse. Ne, heute ohne mich. Wegen den paar alten Omi`s braucht es wirklich keine Ministranten am Altar. Die wissen doch eh alles besser, wann man sich hinkniet, wann man welchen Text wie monoton runterleiert und wann man sich zum dritten Mal bekreuzigt. Der Pfarrer schafft das auch locker ohne mich.

Na ja, klar hätte er es auch ohne mich geschafft. Aber hätte ich den Tag ohne Gott beginnen können.

Was meine Meinung geändert hat?

Der Blick aus meinem Fenster zeigte mir einen Zweig eines Himbeerstrauches, der sich entschieden hat, aller Widrigkeiten zum Trotz aus der Stadtmauer heraus zu wachsen und Frucht zu tragen. Klar hätte die Mauer auch ohne diesen Himbeerzweig da gestanden und durch das Efeu grün ausgeschaut; aber hätte die Frucht ohne den Zweig wachsen können?

Nein, ich bin dankbar, dass ich letzten Pfingsten durch den Heiligen Geist mit der Gabe der Entscheidung beschenkt wurde.

bekennend

 

Kommst Du heute Nachmittag mit ins Freibad?“ Welch eine Frage, bei den Temperaturen. Aber Nein, da war doch schon was? „Tut mir leid. Heute ist noch Andacht in der Kirche. Ich kann ja nachkommen.“ Da ich ja eh wieder allein beim Ministrieren bin, dürfte ich spätestens nach einer halben Stunde draussen sein. „Das ist aber blöd. Ich weiss nicht, ob wir dann noch am Stammplatz sind. Hey, bei der Hitze brauchst du doch gar nicht hin und überhaupt an was für einen Gott glaubst du denn, der noch solche 'Opfer' will?“ - „Da her er recht. Komm doch einfach mit. Mein Vater sagt auch, dass so ein Glauben aus dem Mittelalter kommt. Wenn wir sterben kommen wir eh alle ins Nirwarna.“ - „Quatsch! Was weisst du denn. Nur, wenn Du dich an die Regeln Allahs hälst kommst du in den 7. Himmel.“ - „Was redet ihr für einen Unsinn. Euch ist schon klar, dass ihr so lange wieder geboren werdet, bis ihr die Erlösung und gefunden habt.“ - „Jetzt mach doch halblang. Mutter meint, dass die Erlösung nur in uns selbst zu finden ist; deshalb macht sie auch täglich Yoga.“ - „Wie auch immer. Wir sehen uns nachher“.

Mit diesem Halbwissen angereichert, was immerhin mehr ist, als ich sonst von der Schule mitnehme, bin ich zu Hause angekommen. Um zu wissen, wann das nächste Spiel im Fernsehen angepfiffen wird, habe ich noch kurz einen Blick in die Zeitschrift geworfen. Doch da viel mir eine Werbeanzeige auf, die mich an die Texte vom Dreifaltigkeitssonntag erinnerten.

Viele versuchen ihr Angebot für unser Leben günstiger erscheinen zu lassen; doch Gott Vater hat sich durch seinen Sohn offenbart und uns seinen Hl. Geist da gelassen. Diese Gewissheit machte es mir leicht in die Andacht zu gehen und meine echte Freunde haben auch danach noch im Freibad auf mich gewartet.

Tss, statt 19,99 jetzt für 29,99. Ist schon klar!

beseelt

 

Ach was. So dramatisch ist es nun auch nicht. Klar ist es blöd, dass jetzt unbedingt ein Hund in unsere Gasse gezogen ist. Aber ich sehe das nicht so, wie meine Schwestern und Freundinnen, die mit mir hier seit Jahren wohnen, dass wir den Hund jetzt rausekeln müssen. Jetzt mal ehrlich, soll das unser Feind sein?

Hey, der Hund kann nicht mal zum „Kacken“ allein raus. Immer ist sein Herrchen dabei und dann ist er meist an der Leine. Das sollte mal meinem Frauchen einfallen. Überhaupt ich habe ihn noch nie alleine draussen rumstreunen sehen. Was für ein unfreies Leben. Ein „Hundeleben“ halt. Da geht es uns Katzen doch gut. Ich glaube ich bin lieber ganz nett zu dem neuen Nachbar. Der kann dies vielleicht besser gebrauchen, als meine alten Freundinnen. Cool bleiben.

Selig sind doch die Friedfertigen“.

verregnet

 

Ist schon klar. Logisch, dass es besser für den Samen ist, auf fruchtbarem Boden zu landen, statt auf Fels oder in den Dornen. Aber was nützt es, wenn es dann nicht regnet. Also liebe Leut', meckert nicht über das Wetter.

Und sorgt für mehr Regen auf Gottes Wort!

kommend

 

Das ist doch ein Gottshaus!

Wie kann man sich hier so benehmen?

Keine Erziehung die Jugend von heute!

Haben die Lehrer ihre Schüler nicht im Griff?

Sodom und Gomorrha!

Wissen die sich nicht würdig zu benehmen?

Unmöglich!

Wieso ruft die keiner zur Ordnung?

Lasset die Kinder zu mir kommen!...

....Wisst ihr nicht, dass ihr glauben müsst wie die Kinder?“

meisternd

 

Fasst Mut!...“

Immer wieder kommen Zweifel, beschleicht uns Angst; doch Jesus, der mitten in der Nacht aus dem Nichts auftaucht, steht felsenfest auf dem Wasser und reicht uns „Kleingläubigen“ die Hand.

Ein schönes „Bild“.

Ja, ab und zu könnte ich so eine Hand gebrauchen...

gewitzt

 

Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen.

Welch Arroganz! Ist das der Jesus, den wir kennen, den wir glauben zu kennen.

Da kommt eine Frau in ihrer grössten Not – ihre Tochter ist wohl gerade in der Pubertät – und er zeigt eine Fremdenfeindlichkeit, die ihresgleichen sucht.

Allein, die Frau ist nicht auf den Mund gefallen: „Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen.“

Erst dies und ihre Hartnäckigkeit beeindruckt ihn und zwingt ihn zum Handeln.

Bittet und ihr werdet erhört werden...“; auch wenn es Ausdauer und einer gewisser Schlagfertigkeit braucht.

gesichert

 

..und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“

 

Welch Trost, doch diese Worte spenden.

Tagtäglich sind da Situationen, bei denen sehr wohl das Gefühl vorherrscht, dass Ungutes hier überwältigend ist. Und dieses kann sehr bizarre Formen annehmen.

Und dann zu wissen, dass es doch einen Fels in der Brandung gibt, an dem sich wieder aufgerichtet werden kann.... nicht schlecht.

verunsichert

 

..Du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen...“

 

Wow, ist dies ein soo. GROßER Widerspruch?

 

Will Gott nicht, dass was wir uns wünschen?

Friede, Glück, Gesundheit....

Ist das Bestreben der Menschen so fern von Gottes Willen?

Sicherheit, Zufriedenheit, Liebe....

 

Hoffentlich entferne ich mich nicht zu sehr von Gott,

wenn ich versuche dem Menschen gerecht zu werden....

 

gesiegt

 

..Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. ...“

 

Ja, das ist es doch allein, was zählen sollte.

Betrachten wir doch den, der was „falsch“ gemacht hat immer noch als unseren „Bruder“ und wünschen uns nichts mehr, als das er wieder bei uns ist.

Mit seinen Taten, seinen Worten, seinem Denken.

Es ist doch schön mit Menschen zusammen sein zu dürfen , die auf einer „Wellenlänge“ sind.

Welche Strafen könnten dies je erreichen? ...

gerichtet

 

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet,

 

Habt ihr es gelesen?

Habt ihr es verstanden?

Oder glaubt ihr nicht an die Worte des Evangeliums? Ihr, die ihr Gott immer als Richter, als Verurteiler, als letzte Instanz darstellen müsst.

Seit nun gut 2 000 Jahren müsste klar sein, Gott richtet uns nicht,

dass tun wir schon schön selbst...

 

getrotzt

 

..Ich will nicht. Später aber...“

 

Nein, ich seh` es gar nicht ein. Wieso wieder gerade ich? Ich weiss jetzt wirklich was besseres anzufangen...

....Obwohl der andere ja auch nichts dafür kann, dass so viele keine Lust haben. Will ich wirklich zu denen gehören? Oder ist es jetzt schon zu spät?...

           Ein Glück, dass es bei IHM nie zu spät ist!

 

besiegt

 

..Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen...“

 

Habt ihr das? Oder hast du nicht erst gestern, das was dir unbekannt ist vehement abgelehnt? Ein Held kann jeder sein, der die Angst vor dem Unbekannten überwindet und sich auf einen Neuen einlässt.

Im Hintergrund:

Marcelino N. Rüth (3.Dan)

geb. 1965 in Würzburg

gelernter Erzieher

studierter Religionspädagoge

Bundeskampfrichter (B)

Trainer & Judolehrer

Jugendreferent Sport/Bildung im BJV